design SS 2009
Prof. Karl-Heinz Schmitz
Entwerfen und Gebäudelehre II

"Grenzstein" zwischen Stadt und Park

Der Entwurf des neuen Bauhaus-Museums befindet sich in Weimar auf dem Standort der jetzigen Mensa. Das Grundstück markiert eine Grenze zwischen der Stadt und dem Ilmpark, hier wird ein neuer Grenzstein gesetzt, der von beiden Strukturen umhüllt wird. Der quadratische Grenzstein markiert sowohl das Ende der städtebaulichen Perlenkette des Parks, vom Schloss über die Anna-Amalia Bibliothek zum Neuen-Museum, als auch der des Weges durch die Stadt. Diese beiden Endpunkte bilden zwei Vorplätze des Museums, einen städtischen und einen unter Bäumen gelegenen.

Der Nutzer betritt das Gebäude von einem der beiden Vorplätze und biegt das Foyer ein – den Kern des Gebäudes. Das gebäudehohe introvertierte Foyer verbindet alle Räume des Hauses. Angelagert an das Foyer öffnen sich das Cafe und der Museumsshop wieder zur Stadt und die Verwaltung zum Park. Die im Obergeschoss befindliche Dauer- und Wechselausstellung kann der Besucher jeweils einzeln oder aufeinanderfolgend als einen Rundgang erleben. Nach jeder Ausstellung führt eine Treppe zurück ins Foyer. Die Ausstellungen sind spiegelbildlich aus zwei Raumtypen aufgebaut – flachen Oberlichtsälen und doppelt hohen Räumen mit Streiflicht. Die flachen Säle verfügen zudem über Ausblicke ins Foyer und eine Seitenlicht-Fensterfuge. Diese ist gleichzeitig eine versteckte Loggia zum Ausruhen. Die Loggien bilden Ausblicke auf das Hauptgebäude der Bauhaus- Universität, den Park und die Vorplätze. Spiegelbildlich sind im gleichartig erschlossen Untergeschoss des Hauses die Gegenwartsausstellung, die Studentenausstellungsräume sowie multifunktionale Ra?ume wie der Vorlesungssaal. Wieder gibt es zwei Raumtypen – flache Ausstellungsräume mit Kunstlicht und doppelt hohe Ra?ume mit Streiflichtern zum Erdgeschoss.
Die hohen Räume fungieren dabei als multifunktionale Räume mit großzügigen Nebenraum-Zonen.